Janssen – Kotzbrock

Bin eben beim Googeln am Namen Horst Janssen hängengeblieben und habe Bilder geguckt. Ein genialer Künstler, belesener und kultivierter Schreiber obendrein. Vor Jahren bin ich schon mal so unversehens an ihm hängengeblieben – beim Zappen. Da erschienen plötzlich seine typischen Farben und Linien auf dem Schirm; allerdings nur für Sekunden, dann kamen der Düsseldorfer Professor Bazon Brock und eine Talkrunde ins Bild. Die Corona war sich einig, daß Janssens Werke auch nicht weiter sehenswert seien: er sei, so kam man überein, ein Mann gewesen, der künstlerisch einfach alles konnte – und somit zuviel. Deshalb habe er genau das nicht tun können, was die Zeit eigentlich verlangte. Wonach die Expertenrunde dürstete, ließ der darauffolgende Beitrag erkennen; da ging es um einen Herrn, der mit unerhört sehnigen Waden kilometerweit durch wüstes Gelände wanderte und an bestimmten Stellen Felsgestein einsammelte, um es in großen Kreisen auszulegen. Und hier hatten die Janssenkritiker recht: mit sehnigen Waden durch die Wüste gelaufen ist er nie. Bazon-Brock berichtete am Rande betrübt, er habe Janssen immer wieder freimütig auf den Mißstand aufmerksam gemacht und ihm zu erklären versucht, was seiner Kunst fehle. Dieser habe sich aber nicht einsichtig gezeigt, stattdessen habe er ihn, Brock, regelmäßig geohrfeigt.

Danke, Horst Janssen.
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s