Die x-te Notiz zur „Spähaffäre“

Wie sich jeder (jeder!) denken konnte, forscht und saugt jeder (jeder!) Geheimdienst im Netz, so intensiv es ihm irgend möglich ist. Die ostentative rot-grüne Entrüstung über die Ausspähprogramme der US-Geheimdienste ist trotzdem verzeihlich, schließlich haben wir Wahlkampf. Von den anderen heulenden Heuchlern aber wäre zu wünschen, sie würden die bigotte Klappe halten. Wer sich in den vergangenen Jahren als strunzender Netzexperte für freien Datenfluß, ungebremstes Kopieren, ungeteiltes Weltwissen und überhaupt für die „Freiheit des Internets“ aufgeblasen und dessen kriminelle Auswüchse kleingeredet hat, soll sich gefälligst klarmachen, daß die blühende Spionage nichts als ein Teil genau dieser Kriminalität ist.

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