Angst vorm Islam?

Wer, wie ich, dem Islam skeptisch gegenübersteht, muß sich beizeiten fragen, woran das liegt. Bin ich islamophob? Fürchte ich mich vor dem Islam? Der Kabarettist Hagen Rether hat mich vor einigen Jahren mit der Enthüllung verblüfft, das Lieblingsspiel der Deutschen sei „Schlag den Moslem“. Moslembashing sei angesagt: „Wir haben einen neuen Sündenbock!“ Früher habe das Spiel „Kanaken raus“ geheißen, heute heiße es „Islamkritik“. „Wir haben wieder richtig Angst! Europa steht da, gelähmt vor Angst, die Hosen voll und die Köpfe leer.“ Eine rasche Überprüfung ergab: weder war meine Hose voll noch mein Kopf leer, und ganz sicher hatte ich keine Angst vor dem Islam. Die habe ich bis heute nicht. Ich mag ihn nur nicht. Und dafür habe ich meine Gründe.

Ich will sie kurz nennen, ohne mich dabei mit der gelehrsamen Frage aufzuhalten, ob man angesichts seiner zahlreichen Varianten überhaupt von „dem Islam“ reden kann und wer in Deutschland überhaupt als wahrer Moslem zu betrachten ist. Ich bin nämlich in den fünfziger, sechziger Jahren aufgewachsen, als Kinder und Jugendliche noch – am besten widerspruchslos – den Befehlen ihrer Eltern zu gehorchen hatten. „Solange du die Beine unter meinen Tisch streckst …“ Jeder Angehörige meiner Generation kennt den Satz. Wer nicht „spurte“, mußte mit Ohrfeigen oder Gewalttätigerem rechnen. Wir sollten „pauken bis zur Vergasung“ – und damit war nicht die Änderung des Aggregatzustandes gemeint. Das Land war noch voller Altnazis; „der Russe“, „der Ami“, „der Italiener“ und „der Franzose“ existierten vornehmlich als Klischees, Vati war selbstverständlich das Familienoberhaupt, Mutti hatte sich selbstverständlich um den Haushalt zu kümmern, Schwule waren kriminelle Hundertfünfundsiebziger, Mädchen bekamen zum Geburtstag nützliche Haushaltsgegenstände für die „Aussteuer“ geschenkt, auf daß sie selbst brave Hausfrauen würden, und Sex unter Jugendlichen war eine undenkbare Familienschande.

Nur soviel zum Zeitgeist; ich möchte nicht den Eindruck erwecken, ich würbe um Mitleid für eine schlimme Kindheit. So übel war sie schließlich trotz allem nicht. In der Generation vor uns ging es ja ganz anders zu, da wurden viele Jungs noch zu Märtyrern. Es hieß nur nicht Märtyrertod, sondern Heldentod, und für den gab es nicht mal Jungfrauen. Für meine Generation ging es gut aus: wir haben am Ende rebelliert. Viele Altachtundsechziger mögen heute selbst verknöchert sein, aber dieses Verdienst haben sie doch: Sie haben mit der alten Engstirnigkeit aufgeräumt. Deutschland ist um einiges freier und weltoffener geworden, und Kinder, Frauen, Homosexuelle haben heute ganz andere Rechte.

Deshalb mag ich den Islam nicht. Ich möchte nicht zurück in das alte, miefige Klima patriarchalischer Bevormundung, irrationaler Vorschriften und Tabus, und vor allem wünsche ich es keinem Kind und keinem Jugendlichen. Scheiß auf Mannesehre und Töchtertugend – es lebe das Hirn!

Advertisements

5 Gedanken zu „Angst vorm Islam?

  1. Akif Pirinçci, türkischstämmiger Autor und in muslimischem Umfeld aufgewachsen, formuliert seine Sicht herzhaft drastisch:

    „Der Islam ist keine Religion, sondern eine kollektivistische Sex- und Gewaltsekte, die im Allgemeinen geborenen Versagern ein Überlegenheitsgefühl verschaffen, im Besonderen jedoch die sexuelle und existenzielle Selbstbestimmung der Frau unterbinden soll. Er ist völlig diesseitig orientiert und entbehrt jeglicher Spiritualität. Sein Begründer Mohammed war keineswegs ein Prophet, so wir es im christlichen oder theologischen Sinne verstehen, sondern ein Kriegsherr, Massenmörder, cleverer Geschäftsmann und ein Lustmolch, der unter anderem ein sechsjähriges Mädchen geheiratet und es mit 9 Jahren gefickt hat. Also ein Pädophiler. Sämtliche Riten und Ge- und Verbote dienen im Islam dem Zwecke, das Individuum bis in seine intimsten Bereiche zu kontrollieren, es zu entmündigen, seine Fortpflanzungsstrategien mittels der Verhinderung der weiblichen Selektion bei der Partnerwahl zugunsten der genetischen Deformation zu manipulieren und es in ein emotional sowie gesellschaftliches Überwachungssystem hineinzuzwängen. In den letzten tausend Jahren kam aus keinem islamisch geprägten Land je eine Erfindung oder Entdeckung, welche unser Leben bereicherte, Wohlstand schuf, die Gesundheit verbesserte, das Alter verlängerte und diese unsere westliche Kultur nennenswert beeinflußte. Kurz, der Islam und die ihm huldigenden, ihn demonstrativ in die Öffentlichkeit tragenden und für ihn Sonderrechte einfordernden Menschen sind Scheiße und gehören eigentlich aus unserer freiheitlichen Welt entfernt. Wenn dies nicht geschieht, werden wir durch die demographische Überlegenheit der Söhne und Töchter Islams schon in wenigen Jahren in der Hölle der Armseligkeit, bestialischer Gewalt, insbesondere sexueller gegenüber Frauen, und der atemberaubenden Rückschrittlichkeit wie in der Mehrheit der islamischen Länder wiederfinden. Wir werden zu ihren Sklaven werden.“

    Also mir macht das schon Angst…

    Michael

    • Laut Akif Pirinçci ist dem Islam in den letzten tausend Jahren keine einzige Erfindung oder Entdeckung gelungen. Das stimmt – abgesehen von einigen unwesentlichen arabischen Leistungen wie der Fortentwicklung der antiken Wissenschaften, der Algebra (al-ǧabr), der Chemie, der Medizin, der Physik und der Astronomie, die uns aus dem Mittelalter herausgeholfen haben. Wie auch immer, seit der Renaissance liegt der Westen weit vorn, und wie der Islam eine hochtechnisierte, hocherfinderische westliche Welt mal eben versklaven können sollte, erschließt sich mir nicht.

      • arabischen Leistungen wie der Fortentwicklung der antiken Wissenschaften, der Algebra (al-ǧabr), der Chemie, der Medizin, der Physik und der Astronomie, die uns aus dem Mittelalter herausgeholfen haben.

        —–

        Können Sie die benennen, und benennen, wie die Erkenntnisse im Westen gewirkt haben? Im Wesentlichen blieben die Fortschritte, sofern es sie gab, nämlich unbekannt.

  2. Der Kabarettist Hagen Rether – und so manch anderer – verwechselt Kritik an einer Ideologie / Religion mit Ablehnung von Menschen.

    Das findet man recht häufig.

    Dabei wird auf die Gründe der Kritik an der Ideologie oft nicht näher eingegangen bzw. werden unangenehme Aspekte der Ideologie einfach ausgeblendet, wie z.B. das Faktum, dass diese Ideologie / Religion die Gläubigen u.a. mittels Androhung der Todesstrafe bei Apostasie „bei Laune“ hält — was nichts anderes als plumpe Erpressung und Geiselnahme ist.

    Da die Androhung der Todesstrafe bei Apostasie islamischem Gesetz entspricht, ist sie nicht «unislamisch», sondern «islamisch» (islamisch richtig, islamisch gut – fast könnte man sagen „halal“ oder „fard“); Angehörige des Islams können etwas, das «islamisch» ist, aber nicht ohne weiteres kritisieren, denn das kann ihnen als „Abfall vom Glauben“ (arab. „Ridda“) zum Vorwurf gemacht werden — und darauf steht gemäß islamischem Recht formal auch heutzutage die Todesstrafe (siehe Wikipedia). Eine echte Zwickmühle.

    Derjenige, der als Islamkritiker auf solche Aspekte hinweist, gilt bisweilen als der böse Bube, selbst wenn seine Kritik sachlich bleibt und nicht ins Hetzerische abgleitet, und derjenige, der diese Aspekte entweder verharmlost, leugnet oder ausblendet, verhält sich zwar unaufrichtig, gilt bisweilen jedoch als der Aufrichtige — ganz in Anlehnung an ein Wort des Dissidenten während der Nazi-Tyrannei, Carl von Ossietzky:

    « In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat. »

    Den Schmutz „gemacht“ hat in diesem Fall der Erfinder / Begründer des Islams; leidtragende sind in erster Linie Muslime. Die dürfen sich darüber aber nicht gefahrlos beklagen, denn das könnte bereits als Apostasie gelten — und darauf steht …

    Das Fundament des Islams ist offenbar sehr schwach, wenn die Gläubigen mittels so handfester Repressionen wie Todesdrohungen bei der Stange gehalten werden müssen.

    In demokratischen Rechtsstaaten wird über unangenehme Dinge, Fehlentwicklungen etc. offen und aufrichtig diskutiert; genau diese Offenheit und Aufrichtigkeit im Umgang mit den unangenehmen Aspekten des Islams vermisse ich in islamischen Milieus.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s