Büllesheim (4)

Büllesheim2

Nicht erst die Streiks der Lokführer haben uns die schicksalhafte Geworfenheit des bahnreisenden Menschen vor Augen geführt – auch Büllesheim hat sich des Themas angenommen.

Walter Büllesheim – Der Nachtmahr

Ein scharfer Sturm kommt aus Nordost
Geht heulend um die Fenster
Es pfeift die Lok, es klirrt der Frost
Die Nacht gebiert Gespenster
Da – grinste nicht die Niedertracht
Von jener fahlen Lichtung?
Und hat nicht laut der Haß gelacht
Just aus der andern Richtung?
War das nicht grad der wilde Schrei
Des Wahnsinns in den Fichten?
Ist nicht die Gleisnerei dabei
Die Gleise zu vernichten?
Die Räder wirbeln
Doch es scheint
Der Bahndamm sich zu sperren
Der bösen Geister Wut vereint
Den Zug hinabzuzerren
Die Welt versinkt im irren Tanz
Der Mächte, die sie nährt
Wer weiß in solchem Mummenschanz
Schon noch, wohin er fährt

Den Fahrgast schlägt in grausen Bann
Das unheilvolle Spiel
Er fragt den Schaffner: wo und wann
Erreichen wir das Ziel?
Der Mensch, sagt da der brave Mann
Ersinnt so manchen Plan
Doch Gott allein entscheidet dann
Zumindest bei der Bahn

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