Empörungsmedien

Hier ein Link zu einem Artikel, der sich mit der journalistischen Qualität der „Empörungsmedien“ befaßt.

Dazu zwei weitere Beobachtungen.

Der Mensch ist bekanntlich nicht in der Lage, sich 81.197.537 Millionen anderer Menschen (die Einwohnerzahl Deutschlands Ende letzten Jahres) konkret zu vergewärtigen. Um diese Zahl zu jener von einer Million Flüchtlingen anschaulich ins Verhältnis zu setzen, bedarf es starker Vereinfachungen (denk dir 81 Menschen in einem Saal, und es kommt ein weiterer Mensch hinzu). In den Medien ist jedoch unablässig von Hunderttausenden die Rede, dazu werden seit Monaten täglich und stündlich Aufnahmen endloser Flüchtlingskolonnen gezeigt, die weitaus plastischer und eindringlicher wirken als abstrakte Zahlenangaben. So entstehen Ängste.

Der erste Reflex auf diese Ängste ist der Wunsch nach Abschottung. Ihm suchen Politik und Medien mit der Erklärung entgegenzuwirken, Zäune wären wirkungslos. Dabei hat jedoch jedermann augenblicklich die Zäune Viktor Orbáns vor Augen, mit denen dieser Flüchtlinge höchst effizient von Ungarn fernhält. Wer sollte sich da nicht belogen fühlen? Vernünftigere Stimmen weisen darauf hin, daß nationale Abschottung den Zusammenhalt der Europäischen Union gefährden würde, der wir unter anderem die längste Friedensphase in der Geschichte Europas verdanken. Das mag nicht ganz so leicht zu begreifen sein, doch es ist wahr und letztlich überzeugender als jede offensichtliche Falschbehauptung.

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