Mona Lisa soll übermalt werden

Berlin. Die „Mona Lisa“, Leonardo da Vincis berühmtes Renaissancegemälde, soll schnellstmöglich von der Bildfläche verschwinden. Das haben engagierte Studentinnen in einem offenen Brief an die Alice Salomon Hochschule gefordert. Das Porträt der Gioconda, zwischen 1502 und 1503 entstanden, liefere die Dargestellte in obszöner Weise dem Voyeurismus des Betrachters aus; zu allem Überfluß habe Leonardo das nackte Gesicht der Florentinerin  zu einem vieldeutigen Lächeln verzerrt. Das Bild degradiere Frauen zum Objekt männlicher Begierde und erinnere „unangenehm an sexuelle Belästigung, der Frauen alltäglich ausgesetzt sind“.

Gioconda

Den Hinweis auf Leonardo da Vincis Homosexualität ließen die Studentinnen nicht gelten, vielmehr blieben sie bei ihrer Forderung, die frauenfeindliche Leinwand in regelmäßigen Abständen von feministischen Künstlerinnen mit sogenannten Vulvapaintings übermalen zu lassen.

Der Senat der Alice Salomon Hochschule hatte bereits sein Einverständnis erklärt, als ein unerwartetes Problem auftrat: Die Mona Lisa hängt nicht in der Alice Salomon Hochschule, sondern im Pariser Louvre. Der Direktor des Museums, Jean-Luc Martinez, hat bisher keine Zustimmung signalisiert.

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