Öffnungen in Aussicht?

Man mahnt mich, ich möge wegen immer derselben Sternchen jetzt nicht auch noch auf Lüneburger Sprachphilosophinnen herumreiten, es gebe schließlich interessantere Themen.

Ach ja? Welche denn? 

Der Klimawandel ist seit Monaten keines mehr, das Bienensterben wird es frühestens Ende April in die Randnotizen schaffen, Rassismus und Antirassismus sind durch. Das heißeste Thema waren letzthin Harry und Meghan – das sagt wohl alles. Nein, an der „Maskenaffäre“  ist nichts Neues und schon gar nichts Aufregendes. Selbstbedienung gehört bei gewissen Parteien zur DNA. Und auf den Bildschirmen geht es seit Monaten nur um eines: Corona. Und zwar unaufhörlich von morgens bis abends und von abends bis morgens ohne jede Verschnaufpause, in unendlicher Länge und Breite, vorwärts und rückwärts, rauf und runter. Mundfusselige Politiker und Moderatoren reden, Talkmaster und Reporter reden, Ärzte und Wissenschaftler reden, Philosophen und Philologen reden, Sportler und Künstler, Groß und Klein, Alt und Jung, Dick und Doof. Es gibt in ganz Deutschland niemanden, der noch nicht gesagt hat, was er von Jens Spahn hält, von Karl Lauterbach, von Drosten, Streeck und Wieler. Wir haben schon milliardenmal Impfstoffgläschen gezeigt bekommen und Nadeln, die in Oberarme pieken, Gott sei mir gnädig! Inzwischen ist es mir völlig wurst, ob die Kanzlerin strengere Maßnahmen von den Ländern fordert oder mal wieder Öffnungen in Aussicht stellt (was eher unangenehme Bilder in meinem Kopf erzeugt). Ich hab abgeschaltet. Ich hör gar nicht mehr hin. Die ganze Scheiße läßt sich schließlich in einen Satz fassen: 

Wir haben zuwenig Impfstoff.

Das ist alles. Und daran ändert das endlose Gequatsche rein gar nichts. Es ist an der Zeit, die Sendeanstalten zu bombardieren. Am besten aus großer Höhe, mit Querdenkern.

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